Ischgl 2014 – Die Traditionen

Selbst im fernen Deutschland blieben die Geschichten aus dem fernen Ischgl nicht ungehört. So kam es das die Anfangs kleine Gruppe schlagartig an Mitgliedern gewann. Von Frankfurt über Dortmund bis hin nach Bad Oeynhausen und Osnabrück hörte man diese unglaubwürdigen Geschichten aus dem kleinem Ort in Österreich. Einige Ungläubige aus oben genannten Großstädten wollten sich in diesem Jahr persönlich davon überzeugen und schlossen sich dem Abenteuer „Osterkonzert aufm Berg“ an.

In diesem Jahr entstand dann auch die glorreiche Idee durch bunte spektakuläre Mützen, gerade beim Apres Ski, für noch mehr Aufsehen zu sorgen. (Es wird gemunkelt das die Mützen auch als Erkennungszeichen dienen sollten). Gedacht, gesagt und getan. Fortan sah man jährlich in Ischgl mehrere gleichfarbige Mützen rumlaufen, welcher wir auch den Namen unseres Ski- und Snowboard Clubs „Mütz-up“ zu verdanken haben.

Mit vollem Einsatz zeigten die Erfahrenen den Neuankömmlingen das überall gefürchtete, altehrwürdige, legendäre Bermuda Dreieck Österreichs. Man hat vieles drüber gehört, doch noch nie einen überlebenden getroffen, geschweige denn den Luxus genießen können hier selbst zu kämpfen und sich sein eigenes Denkmal zu bauen.

Nach einem anstrengendem Ritt durch die Berge und Weiten der weißen Landschaft heißt es täglich gegen 13/14 Uhr „Hop Hop die Taja ruft, sattelt die Pferde“.

Am ersten Dreieckspunkt wird einem schon alles abverlangt, Verweigerung hat keinen Zweck und so fließen einige Mengen an Jagertee, Willi, Glühwein und Bier. Wenn um 16:30 Uhr die Taja schließt werden Boards und Ski ein letztes Mal am Tag angeschnallt.

Nach überstandener Talabfahrt geht es nach kurzer Ablage nicht mehr benötigter Utensilien direkt weiter im zweiten Dreieckspunkt der Trofana Alm. Eigene Selbstschuld wenn man hier nicht schwitzt. Vollgestopft bis unters Dach treffen hier gefühlt alle Leute aus dem Skigebiet aufeinander. Nachdem der DJ die komplette Meute in den absoluten Partyzustand gebracht hat, heißt es „ aufbrechen, hier wird jetzt dekadent gegessen“.

Vor der Trofana Alm wartet schon die Security und versucht unsere ausgelassene Partycrowd, wenigstens für den Gang zum letzten Dreieckspunkt zur Ruhe zu bewegen.

Um den netten Securitypesonal unter die Arme zu greifen führten wir für den rund 500 m langen „Gang der Stille“ den Schweigefuchs ein.

Endlich angekommen am letzten Dreieckspunk, dem seinem Namen vorauseilendem Kuhstall, rastet der elektrisierte Mob dann komplett aus. An diesem Ort schlägt das Bermuda Dreieck am häufigsten zu. Hier verschwinden die meisten Leute auf mysteriöse Weise. Nicht selten hat man eine Person ein paar Minuten vorher noch gesehen und im nächsten Augenblick ist sie auf unerklärliche Weise verschwunden.

Bislang können wir aber bestätigen, dass alle Personen am nächsten Morgen pünktlich um 10:00 Uhr den Weg zur Idalp gefunden haben, um dem gefürchtetem Bermuda Dreieck für einen weiteren Tag den Kampf anzusagen. So will es der Brauch

Solltet Ihr trinkfest und mutig genug sein dieses Abenteuer anzugehen würden wir uns freuen auch euch in unserer teilweise verrückten Runde aufzunehmen.

 

Bis nächstes Jahr, Ischgl!

Daniel Meier zu Farwig